Ein Jahr ist es nun her, seit ich angefangen habe, meine Haare wachsen zu lassen. Und wenn ich mir die Bilder von den ersten Monaten anschaue, muss ich schmunzeln und staunen zugleich. Das meine Haare gewachsen sind, kann man sehen, aber meine Wunschlänge habe ich noch nicht erreicht. Das bedeutet? Noch ein Jahr drauflegen. Mindestens. Ich bin dennoch sehr stolz darauf, was ich bisher geschafft habe. Meine Haare wachsen zwar in einen sehr langsamen Tempo (ich war noch kein einziges Mal beim Frisör, seit ich in Dresden wohne, und das sind jetzt gut 2 Jahre!).
Natürlich möchte ich euch die Bilder nicht vorenthalten. Leider besitze ich das Foto vom Oktober 2015 nicht mehr.
Wenn man vorhat, sie sich wachsen zu lassen, kann ich folgende Tipps geben:

Je nachdem, wie schnell eure Haare normalerweise wachsen, reicht es vollkommen aus, diese alle 3 Monate zu schneiden, so wie ich es getan habe. Dabei habe ich allerdings selbst Schere angelegt. Denn ich bin der Meinung, Frisöre schneiden zuviel ab. Ganz zu schweigen vom Preis.
Noch ein wichtiger Tipp: nur im
trocknen Zustand die Spitzen schneiden! Früher habe ich oftmals die Spitzen nach dem Haare-waschen geschnitten und habe so mehr runtergeschnitten als gewollt, da die Haare im nassen Zustand ganz anders aussehen als im trocknen.

Ich erinnere mich noch an einen Video auf Youtube wo eine junge Frau angepriesen hat, wenn man sich die Haare wachsen lässt, soll man den Spliss, der dadurch entstehen kann, einfach ignorieren. Ganz großer Fehler! Denn Haare, die einmal kaputt sind, bleiben kaputt. Da hilft kein Produkt der Welt. Schlimmstenfalls müsst ihr viel mehr Haare abschneiden, als euch lieb ist, wenn der Spliss weit fortgeschritten ist. Findet also die goldene Mitte, an dem ihr eure Haare schneiden lässt, ohne das zuviel runterkommt, aber auch nicht zu wenig, so das die Haare gesund wachsen können.

Verwendet natürliche Pflegeprodukte, wenn es um eure Haare geht, nicht nur für die Spitzen. Ich halte absolut nichts von diesen silikonhaltigen Bomben a lá Pantene Pro V oder Wella ...
Greift auf Naturkosmetikprodukten zurück oder bereitet euch eure eigenen Haarmasken zu. Allerdings habe ich bisher keine guten Erfahrungen mit Masken die Bananen enthalten, gemacht. Im Internet gibt es aber zahlreiche Rezepte für jeden Haartypen. Ebenfalls kann ich Kokosöl empfehlen. Kokosöl ist zwar nicht ganz preiswert in der Anschaffung, aber verdammt vielfältig. Nicht nur in der Haarpflege.

Es soll ja so zahlreiche (Wunder)mittel geben, die die Haare länger wachsen lassen sollen. Bsp. habe ich mal gelesen, das bei einen Mädel das Haarwachstum zugenommen hätte, seit sie Haferflocken gegessen hätte. Oder das Gerstengraspulver helfen soll. Oder Apfelessig, den man verdünnt zu sich nimmt. Bei mir hat es jedenfalls nicht geholfen, allerdings kann ich mir vorstellen, das man diese Mittel über einen viel längeren Zeitraum einnehmen müsste, bis man einen Unterschied merkt. Und: was bei einen Anderen wirkt, muss längst noch nicht bedeuten, das es auch bei sich selbst klappt.

Das Wichtigste: Habt Geduld! Haare wachsen nicht über Nacht. Ich konnte
erst nach frühstens 6 Monaten einen wirklichen Unterschied feststellen.
Nach gut 10 Monaten fühlte ich mich mit offenen Haaren wohler, als nur
mit Zopf.