Auf den Kimono (zurück)gekommen

Wenn ich das Wort Kimono höre, habe ich meistens Geishas vor mir, die in ihren prunkvollen Gewändern die Straßen herunterlaufen oder an einer Teezeromonie teilnehmen. Ok, einen Kimono einer Geisha mit einen "normalen" Yukata vergleichen, ist etwas ... verkehrt. Denn vom Material her gibt es da doch große Unterschiede (bsp. das Kimono & Obi zusammen 20kg wiegen können!) Aber das soll nicht Thema dieses Beitrags werden. Was auch immer es ist, Kimonos verströmen immer einen Hauch von Exotik (ob das beim Dirndl auch der Fall wäre?)  Als ich vor ein paar Tagen diverse Läden durchschlenderte, fiel mir bei H&M ein Modell ins Auge, welches im Schaufenster in Kombination mit einen BH unheimlich gut ausshah:


Schnell reingeflitzt um zu schauen, wie das Teil von Nahen aussieht. Und ich wurde bitter enttäuscht.
Reines Polyester, das Muster sah dann doch nicht mehr so toll aus und alles zusammen soll noch 30 Euro kosten ... na wunderbar (゜-゜) Gekauft habe ich es mir natürlich nicht. Dafür kamen andere Sehnsüchte in mir hinauf: In meinen Schrank habe ich doch noch meinen Yukata aus  Japan!


Da lag er, vergraben seit meinen Umzug in meine eigene Wohnung, hinter anderer Kleidung.
Ich mag das Material meines richtigen Kimonos total gerne (vergleichbar mit den Stoff The Black Cat & The Witch, Apple Tree von Alice ant the Pirates - für alle Lolitafans unter euch :D)
Leider, leider ... hat mein Kimono ein paar kleine Schönheitsfehler, welches aufgrund falscher Pflege zurückzuführen ist. Ich habe mir das gute Stück früher (zu Internatszeiten, als ich noch ein größerer Japanfreak war) in einen deutschen Onlineshop für gut 80 Euro gekauft (heute kostet er schon knapp 90 Euro zzg. Versand!) Ich war verdammt stolz, als ich ihn endlich mein Eigen nennen konnte. Nur leider hatte ich immer Panik davor, das Teil in die Waschmaschine zu geben (obwohl Maschinenwäsche möglich gewesen wäre) Folglich habe ich es meistens per Hand gewaschen, nur ein zwei Mal in der Maschine. Und dort färbte das Rot ziemlich aus und verfärbte ein paar Blüten rosa ...


Das störte mich an sich nur wenig. Viel schlimmer war, was ich erst viel später entdeckt habe, der äußert nervige Kragenspeck. Blöd gelaufen ... schön siehts natürlich nicht aus. Und nun versuche ich mit allen möglichen Mitteln, da doch noch was dran zu rütteln (was für eine utopische Vorstellung zumal die Flecken ja nicht gerade frisch sind ι(´Д`ι)) ... ob es mir gelingt, kann ich erst nach mehreren Wäschen sagen (ich werde es mal mit den Citrusreiniger von Frosch probieren ...). Mich hat die ganze Sache wieder dermaßen auf die Palme gebracht, das ich drauf und drann war, einen neuen Kimono zu bestellen.

Hier in Deutschland zahlt man ja gleich mal 100 Euro für so ein Teil, was für meine Verhältnisse zu teuer ist. Da bleibt nur der Weg aus dem Ausland. Nach stundenlangen durchstöbern diverser Onlineshops bin ich tatsächlich auf den Onlineshop gestoßen der meinen Yukata anbietet.
Neben Rot gibts noch Grün, Dunkelblau & Schwarz ... meine Favoriten, die Dunklen sind natürlich Sold Out (´Д`。) Und noch einen Roten? Nee... Vielleicht könnte ich mich mit den dunkelgrünen anfreunden, aber ich bin mir noch unschlüssig (die würden umgerechnet übrigns ca. 33 Euro zzgl. Versand, kosten und wären vom Material her weithaus besser als dieses Polyesterzeug!). Wenn ich es tatsächlich schaffe, den Schmutz aus meinen jetzigen Kimonon zu entfernen, dann wäre ein Neuer überflüssig.

Schon interessant, welche Unterschiede es beim Material für den Preis geben kann, wenn man ein bisschen darauf achtet. Klar, wer sich jetzt nicht so mit dem Thema "Kimono" auseinandergesetzt hat, wird die Schulter zucken. Na und, Kimono bleibt Kimono, egal ob aus Japan oder aus dem H&M-Laden.
1 Kommentar on "Auf den Kimono (zurück)gekommen"
  1. Magst du mir mal den Link von dem Onlineshop zukommen lassen? :)

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